Gebäudeeinsturz

Bei einer schweren Detonation wurde das Wohnhaus einer fünfköpfigen Familie komplett zerstört. Beim Einsturz des Hauses wurden zwei Erwachsene und ein Kind verschüttet. Nach den ersten Notrufen wurden zahlreiche Kräfte von Feuerwehr, THW und Rettungsdienst alarmiert.

Nachdem sich vor Ort die drastische Lage bestätigte, wurden weitere Kräfte, unter anderem auch Suchhunde und Bagger nachgefordert. Bei der Explosion wurden vier weitere Personen in der Nachbarschaft leicht verletzt. Bei einem Nachbarhaus ist eine Seitenwand eingestürzt und das Dach wurde schwer beschädigt. Nach ca. zwei Stunden konnte eine schwer verletzte Frau aus den Trümmern gerettet werden. Sie wurde in eine Unfallklinik geflogen. Nachdem mit schwerem Gerät der Dachstuhl und große Teile abgetragen waren, begannen die Einsatzkräfte mit Sondierungsbohrungen und akustischen Untersuchungen. Ebenso suchten Spürhunde in den Trümmern. Polizeihubschrauber flogen währenddessen Ortungsgeräte des THW sowie Endoskopkameras eines Bergungsspezialisten der Feuerwehr Haar ein. Da die tonnenschwere Betondecke des Obergeschosses auf der Ruine lag, gestalteten sich die weiteren Rettungsmaßnahmen als sehr schwierig.

Im Laufe der Nacht wurde dann eine tote männliche Person geborgen. Am Morgen wurde schließlich die Leiche eines Mädchens gefunden.

Die Feuerwehr Marktoberdorf war 20 Stunden im Einsatz, andere Einsatzkräfte deutlich länger. Insgesamt waren über 350 Rettungskräfte verschiedenster Organisationen beteiligt.


Einsatzart Technische Hilfeleistung
Alarmierung
Einsatzstart 19. Mai 2019 00:00
Alarmierte Einheiten FF Rettenbach, FF Bidingen, FF Bertoldshofen, FF Bernbeuren, FF Rieder, FF Schongau, FF Stötten, FF Roßhaupten, FF Unterthingau, FF Altdorf, FF Kempten, FF Haar, Kreisbrandinspektionen Ostallgäu und Weilheim-Schongau, THW Kaufbeuren, THW Memmingen, THW Füssen, Bergwacht, Rettungshundestaffel, PSNV-Team, Rettungdienst, Polizei, LKA, 2 Rettungshubschrauber, 2 Polizeihubschrauber